Virtuelle Ausstellung: Konstruierte Sprachen
Johann Martin Schleyer (1831-1912): der Autor des Volapük
Zeitlebens widmete sich Johann Martin Schleyer dem Studium fremder
Sprachen. Auch zeigte er ein besonderes Interesse für die Überwindung
sprachlicher Verständigungsschwierigkeiten. So entwickelte er ein
1880 publizierte Schleyer das erste Lehrbuch der Plansprache
Zur Bewerbung und Vermittlung von Volapük gab Schleyer das
Tastalphabet zur Kommunikation mit einer blinden Frau aus seiner
Pfarrgemeinde und entwarf 1878 ein Weltalphabet, das international
funktionierenden Schriftverkehr ermöglichen sollte.
1880 publizierte Schleyer das erste Lehrbuch der Plansprache
Volapük. Es enthält eine Grammatik und ein 2.400 Einträge
umfassendes Wörterbuch Volapük-Deutsch. Das als Universalsprache
klassifizierte Volapük stellte Schleyer unter das Motto Einer Menschheit
eine Sprache. Die Hoffnung, mit Volapük die babylonische Sprachverwirrung
zu überwinden, symbolisierte er in einem Wappen, in dem eine weiße Taube
an das Pfingstwunder erinnert.
Zur Bewerbung und Vermittlung von Volapük gab Schleyer das
Weltspracheblatt. Volapükabled (1881-1908) heraus.
Schleyer bestand stets auf seinem Recht, als Autor über die Entwicklung
von Volapük zu bestimmen. Er verstand sich als Leiter der sich formierenden
Volapük-Anhängerschaft, die er in hierarchischen Strukturen organisierte.






